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Sand teilen

Als Kind verbrachte ich jedes Wochenende und die Sommerferien mit meiner Familie auf dem Wasser. Doch es war nicht das Segeln an sich, das mich begeisterte. Jede Sekunde im Hafen nutzte ich, mit dem Hintern gen Himmel und dem Kopf nach unten, um aus dem Fenster zu schauen und meinen eigenen Schatten zu sehen. Bewaffnet mit einem Bambusnetz jagte ich alles, was langsam oder dumm genug war, um von einem kleinen Jungen in einer roten Weste überlistet zu werden. Ich lebte in der Unterwasserwelt. An einem heißen Sommertag lag ich auf der Brücke zwischen den Booten und erkundete die geheimnisvollen Tiefen, als etwas Unglaubliches und Wunderbares geschah. Eine Meerforelle tauchte auf und glitt anmutig etwa einen Meter tief durchs Wasser. Es war ein sehr großer Fisch, zumindest für einen kleinen Jungen, dessen normale Beute aus Seesternen, Krebsen und an guten Tagen aus ein, zwei Stichlingen bestand. Die Meerforelle schwamm elegant und leise direkt unter mir und verschwand schnell in den grünen Schatten, aus denen sie aufgetaucht war. Aber es war nicht einfach nur eine Meerforelle. Meerforellen waren für mich mythische Geschöpfe, die ich nur von vergilbten Fotos kannte, die mir mein Großvater in seinem Arbeitszimmer zeigte. Dort erzählte er mir seltsame und heldenhafte Legenden von seinen Begegnungen mit diesem silbernen König der Fische. Doch die Erfahrung war mehr als nur die erste Begegnung mit einer Meerforelle; es war die Begegnung mit einem wahren Jäger, denn diese Forelle hatte einen Sandaal im Maul. Das Bild des riesigen Fisches mit dem Sandaal zwischen den Kiefern brannte sich in mein Gedächtnis ein. Die Narbe ist noch immer da, denn Meerforellen fressen Sandaale, und ich bin zum Meerforellenjäger geworden. Daher dieser Artikel, denn wer die Nahrung der Forelle kennt, versteht die Forelle selbst.

Biologie

Der Sandaal ist in den meisten europäischen Gewässern heimisch und vor allem an den nordeuropäischen Küsten anzutreffen. Er verbringt einen Großteil seines Lebens vergraben im sandigen Meeresboden, da er viele natürliche Feinde hat: Meerforelle, Wolfsbarsch, Kabeljau, Seelachs, Makrele und viele mehr. Um nach Nahrung zu suchen, die aus kleinen Krebstieren, Plankton und kleinen Fischlarven besteht, muss er seine Verstecke verlassen. Der Sandaal ist ein aktiver Jäger, der nur bei günstigen Bedingungen auf die Jagd geht; daher spielen lokale Strömungen und Windverhältnisse eine wichtige Rolle. Wind und raue See treiben die Nahrung aus ihren Verstecken ins offene Wasser, wo der Sandaal jagt. Daher ist das Wetter für Forellen auch gleichzeitig das Wetter für Sandaale – was durchaus Sinn ergibt. Es gibt zwei Sandaalarten: den Gemeinen Sandaal und den Königssandaal. Der einzige wesentliche Unterschied zwischen den beiden ist die Größe. Gemeine Sandaale erreichen eine maximale Länge von 20 cm, während Königssandaale beeindruckende 35 cm erreichen. Der Gemeine Sandaal ist die häufigste Art, und da sich die beiden – abgesehen von der Größe – kaum unterscheiden, kann man sie mit demselben Köder imitieren. Daher werde ich sie hier als eine Art behandeln. Sandaale ziehen in der kalten Jahreszeit in tiefere Gewässer und sind im Winter in flachen Gewässern nicht anzutreffen, können aber in tieferen Bereichen in Ufernähe gefunden werden. Den Rest des Jahres ziehen Sandaale jedoch in großen Schwärmen.

Fischereistrategie

Sandaale sind bestens an das gefährliche Leben zwischen den größeren Raubfischen der Küste angepasst und verfügen über eine einzigartige Strategie, um ihren Feinden zu entkommen. Fühlt sich ein Sandaal bedroht, schießt er pfeilschnell zum Grund und verschwindet im Sand, außer Reichweite des Feindes. Dieses faszinierende Verhalten erklärt, warum verschiedene Einholtechniken Forellen zum Anbiss verleiten können. Kurze Stopps führen oft zu einem kräftigen Biss, selbst von Forellen, die der Fliege sonst nur folgen würden. Ich weiß nicht, ob Forellen das Flugmuster des Sandaals erkennen, aber es ist eine plausible Erklärung dafür, warum Pausen so effektiv sind. Nutzen Sie dieses Wissen und setzen Sie kurze Einholpausen ein. Meerforelle mit Sandaal - Eine frisch gefangene Meerforelle, der ein frischer Sandaal aus der Kehle hängt.

Auf der Flucht

Die Wurfweite eines Fliegenfischers ist begrenzt; selbst die besten Werfer legen selten mehr als 30 Meter zurück. Die Strategie ist einfach: In der kurzen Zeit am Wasser so viel Wasser wie möglich abdecken. Das bedeutet, aktiv zu fischen und zwischen jedem Wurf drei bis vier Schritte zu machen. So schöpfen Sie Ihre Reichweite optimal aus – es lohnt sich. Wichtig ist auch die Einholgeschwindigkeit der Fliege. Sandaale sind schnelle Schwimmer, daher muss man die Fliege schnell einholen, um sie zu imitieren. Alle Küstenfische – Forellen, Barsche und Makrelen – sind Jäger und sogar noch schneller als Sandaale. Es ist unmöglich, eine Fliege auch nur annähernd so schnell einzuholen, wie diese Fische jagen. Ich hole die Rute immer unter einem Arm ein und ziehe mit beiden Händen zügig und mit voller Kraft, mache aber zwischendurch kurze Stopps. Dadurch bewegt sich die Fliege wie ein Sandaal und man kann auch bewegte Wasserflächen abfischen. Wenn man zwischen den Würfen mehrere Schritte macht und schneller einholt, kann man länger werfen. Ich lasse meine Fliege nie zweimal durch dieselbe Stelle schwimmen. Nur wenn ich einen Fisch sehe oder spüre, halte ich kurz an und fische das Wasser systematischer ab. Ein aktiver Angler findet eher einen fressenden Fisch, der die Fliege nimmt, als ein Fisch, der einen stationären Angler findet. Deshalb sollte man mit den Stiefeln Wasserflächen absuchen und dafür sorgen, dass die Fliege bei jedem Wurf neue Jagdgründe entdeckt.

Meine Lieblings-Sandaalfliegen

3 Fliegen: Hier sind drei verschiedene Methoden, um Sandaal-Imitationen herzustellen. Sandaalfliegen sind relativ einfach zu binden, und mit den neuen Pro Soft Heads und Fly Men Fish Skulls ist es kinderleicht, schnell einen kleinen Schwarm Sandaale für die Fliegenbox zu binden. Ich habe Tutorial-Videos zum Fliegenbinden erstellt, die genau zeigen, wie all diese Fliegen unten gebunden werden. Besuchen Sie meinen Kanal: 123flytying auf YouTube, um diese und viele weitere Anleitungen zum Fliegenbinden zu sehen. Steve Farra Tobis: Diese Fliege ist von den dreien am einfachsten zu binden, hat sich aber sowohl an der dänischen Küste als auch im Ausland bewährt. Sie kann sowohl mit Clear Cure Goo als auch mit Pro Soft Head gebunden werden. Materialien: Haken: Tiemco 777 SP Flügel: Steve Farrar Blend in Weiß und Wildoliv sowie Gliss n Glow Flash Kopf: 3D-Augen und Clear Cure Goo Kleber oder Pro Softhead in Größe XS. Flachflügel-Sandaal. Ein wunderschönes, sehr lebendiges und dynamisches Muster, das unglaublich gut fängt. Die Sattelfedern bewegen sich frei und perfekt im Wasser und verleihen der Fliege eine unglaubliche Lebendigkeit. Ich binde sie auf einem Tubenmuster, da man so den Haken weit hinten im Flügel positionieren und dadurch mehr Fische fangen kann. Kann entweder mit einem Clear Cure Goo Glue Head oder einem Pro Softhead gebunden werden. Materialliste: Rohr: Rohr mit uns Rohr aus 10 mm Silber Flügel: Weiße Hirschschwanzfedern, olivgrüner Kristallblitz, helle Sattelfedern (rosa, grau oder weiß) und olivgrüne Sattelfedern. Kopf: 3D-Augen und Clear Cure Goo UV-Kleber oder Pro Softhead Größe XS Jiggy mit Fischschädel: Eine schöne Fliege mit einer sehr charakteristischen Bewegung im Wasser. Der beschwerte Kopf lässt die Fliege bei kurzen Einholpausen direkt zum Grund abtauchen. Dies imitiert hervorragend das Flugmuster des Sandaals. Materialliste Haken: Streamerhaken Tiemco 777 sp oder Partridge Cs 54 in passender Größe für die Fliege Kopf: Silber/grün, Flymen; Fischschädelgröße S Flügel: Weißer Hirschschwanz, Steve Farrar Mischung aus Makrele und Weiß